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Leben Leuchten Lassen  –  Erster Teil

Leben Leuchten Lassen – erster Teil

Beitragsserien: Leben Leuchten Lassen

myZeil

Manchmal ist das Leben so, wie diese Innenansicht des Geschäftscenters  „MyZeil“ auf der berühmten Glamour-Einkaufszeile „Zeil“  in Frankfurt: myZeil verwirrende Strukturen
verwirrend verdreht, keine gerade Blickflucht, egal wohin ich mich wende, schauen mich attraktiv gestaltete Schaufenster an, verlocken… ah – das könnte auch schön sein!
Und wenn ich irgendwann wieder raus finde aus diesen verwirrenden Verführungen,
weiß ich nicht mehr, ob ich ich bin oder vielleicht doch jemand anderer….

myBusiness

So ungefähr haben sich die vergangenen 6 Jahre meiner Freiberuflichkeit angefühlt. Ganz viel in Begegnung und Beziehung mit so oder so bereits erfahrenen und erfolgreichen Kolleginnen und Kollegen aus anderen Sparten… die jede/r ihre/seine Besonderheit oder eigene Verlockung hatte…. Bin ich so oder so….

Wer von Euch „Das kleine ICH BIN ICH“ von Mira Lobe kennt, der weiß, was ich meine.
Und ich weiß heute, weshalb ich gerade diese Erzählung immer sooooo geliebt und fast all meinen Kommunionkindern mit auf den Weg gegeben habe.

Ich habe nämlich meine erfahrener geglaubten KollegInnen gefragt: „Bin ich so wie Ihr….“ – und sie haben auf die eine oder andere Art geantwortet: „Nein! Du, Du bist ein anderes Tier.“ AHA!

Bis hin zu dem frustierenden Augenblick, wo ich mir im stillen Herzenskämmerlein die bange Frage stellte:
„Stimmt es, dass ich niemand bin?“Fografie aus Mira Lobe's Buch

Und dem ganz und gar einmaligen, erhellenden und aufweckenden
Zzzing-Moment:

„ICH BIN ICH“.

Na und dann fängt der Weg ja erst an!

 

Vor ungefähr 2 Jahren habe ich mich dann im Zusammenhang meiner Tätigkeit als freie Trauerrednerin gefragt, was mir „eigentlich“ bei der Gestaltung einer Trauerfeier wesentlich ist?
Da ploppte in mir auf einmal dieses Wort auf:

Leben Leuchten Lassen
 – genau das wollte ich für die Angehörigen: dass das Leben Ihres Verstorbenen noch einmal aufleuchten kann in all seiner Schönheit, mit seinen Freuden und all seinen Gaben, Herausforderungen, Grenzen oder Schwächen – einfach allem, was dazu gehört hat.
Denn dieses einmalige Leben, dass dieser Mensch unter mir wenig bekannten Bedingungen gelebt hat, verdient allen Respekt, Achtung, Dankbarkeit und Liebe. Und mitten darin liegt der Trost, den die Angehörigen brauchen.

Also: Leben Leuchten Lassen.
Damit begann eine einmalige Entdeckungsreise.

Immer wieder habe ich die Erfahrung gemacht, dass trauernde Angehörige ein Lächeln im Gesicht hatten, wenn ich ihnen dieses Wort gesagt habe. Immer wieder der Satz „das ist aber schön!“
So ist dieser Ausdruck immer tiefer in mein Leben gewachsen….  bis…. 

Bis morgen! Dann erzähle ich gerne weiter.

 

Bildnachweis: eigene Bilder;
Fotografie aus dem Buch: Das kleine Ich-bin-ich von Mira Lobe, gemalt von Susi Weigel, Verlag Jungbrunnen
Wien-München 1986

 

 

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