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Entschieden Unentschieden

Es ist Samstagmorgen.  Ich habe gut gefrühstückt.

Der Himmel: Rhein-Main-Grau und nicht sonderlich inspirierend.

Die Tasse Tee wird langsam kalt, so wie die Luft draußen.

Und ich gehe auf die Suche nach inspirierenden Gedanken.

Ein Glück hat Diana Grabowski das Thema: „kraftvolle Entscheidungen treffen“ als Blog-Parade auf den Weg gebracht.

Haben Sie mein stilles Aufstöhnen schon gehört … geht es Ihnen etwa auch so??

Völlig unerwartet (ungefähr so wie ganz plötzlich Ostern ist) stehe ich vor der Frage, welches Thema ich für meinen nächsten Blog-Artikel wähle.

 

Bleibe ich beim Phänomen Sonnenfinsternis oder äußere ich mich doch mal
polititsch über die unendliche Geschichte Griechenland …

gebe ich Anregungen für eine gute Körperwahrnehmung oder für die Gestaltung
eines morgendlichen „am-Schreibtisch-ankommen-Ritual“?

Dazu kann ich dann noch ein paar Gedanken-Runden drehen, mache mir irgendwann einen Kaffee, stelle fest,wer mich auf facebook gelikt hat,

um nach einem Telefonat dann in die Küche zu gehen und das Mittagessen vorzubereiten
…. so oder so ähnlich!

Das kann ich dann vollmundig Schreibblockade nennen. Oder ich bekenne mich zu dem, was sich im Aussuchen der Kleidung, Strümpfe, Schuhe .. in der Frage: was essen wir heute oder größer: in der Positionierung für mein Business mit schöner Regelmäßigkeit wiederholt:

entschieden unentschieden.

Bekannt?

 Was mir hilft?

Oft ausprobiert, hilft garantiert: der berühmte „Tritt in den Hintern“.
Vor zwei Tagen sagte mir meine Webfrau: jetzt hopp…. soundsoviel unseres Zeitkontingentes ist aufgebraucht. Wir können es canceln – oder bis Montag habe ich deine Entwürfe für die neue Seite.
Okay. Angekommen.

Eigenartigerweise setzt das bei mir einen echten Schub an Entscheidungen frei. Plötzlich weiß ich, welche Variante meines Logos JETZT für mich stimmt, welche Themen dazu gehören, wie ich es aufteilen will, was unbedingt mit rein muss.

Ein Mann des lokalen Infoblattes ruft am frühen Nachmittag an. Es gibt eine Sonderausgabe,  ich könnte einen Artikel über mein Business schreiben, Deadline eigentlich heute abend. Ich gebe Ihnen bis morgen früh Zeit. Ich fülle eine ganze Seite, stelle 6 Schnupperangebote zusammen, finde Überschriften und so weiter.

Am Rosenmontag ruft die grippekranke Kollegin an und bittet um Vertretung für Ihren Workshoptag am Aschermittwoch (ich werde DienstagNachmittag erst wieder zu Hause sein!). Ich packe zu und fliege durch einen begeisternd kreativen Workshoptag.

Diese Art von Druck hilft mir, mich zu entscheiden.

Er unterbricht das Möglichkeiten-Karussell, was ich könnte, hätte, täte… und richtet die Energie auf das, was jetzt zu tun ist.
Wohltuend begrenzt er die Füllefülle des Denkbaren und lässt mich pragmatisch handeln.

Und wie sagte eine kluge Frau: aus der Bewegung heraus lässt sich leichter die Richtung ändern, als wenn du einfach stehen bleibst …

 

Die zweite Hilfe hat eine Voraussetzung: die aufmerksame Wahrnehmung für meinen Körper.
Möglichst genau visualisiere ich die jeweilige Alternative. Ich stelle sie mir genau vor, schreibe auf, kritzele – was immer in den Sinn kommt.
Dann gehe ich in die wache Wahrnehmung für den Körper: fühlt er sich weiter oder enger an, habe ich guten Stand oder wird es mir wackelig?
Fühle ich mich angenehm wohl? Was verstärkt mein Wohlgefühl … da geht es für mich zur stimmigen Entscheidung.

Wachsen nach der Entscheidung, Klarheit, Freude, Wohlgefühl – dann bin ich mir sicher richtig entschieden zu haben.

In der Regel führen gute Entscheidungen weiter. Nicht unbedingt gradlinig.

Doch immer zu größerer Entfaltung, zu mehr Eigen-Sinn.

Voilá – zwei Splitter aus meiner fast unendlichen Entscheidungsgeschichte für Sie.
Vielleicht erkennen Sie sich in dem Einen oder Anderen?

Ihre Kommentare freuen mich und die anderen Leser!
Entscheiden Sie sich rasch.

Entschieden herzliche Grüße
Gabriele H. Panning

 

 

 

Bildnachweis:  eigen

 

 

 

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Ist „der Druck“ Grund zum entschiedenen Handeln oder sind es vielmehr die Menschen, die ich liebe, die ich nicht enttäuschen möchte, die mir Lust machen auf mehr … um derentwillen sich ein Mensch aus Statnagtion und Unentschiedenheit lösen kann?

    1. Hallo Heike, schön hier von Dir zu lesen!!
      In den konkreten Fällen war es in erster Linie dieses Erkennen: „jetzt aber!“, was die Endlosschleife „so oder so oder anders“ unterbrochen hat. Das als Motivation noch dazu kommt, was Du benannt hast: ja klar.
      Und die Sache mit dem Eu-Druck ist bei mir ein altes Muster. Bin gerade dabei, es zu verändern. Je mehr Zielbewußtsein wächst, verändert es sich.
      Liebe Grüße!
      Gabriele

  2. Hallo Gabriele, vielen Dank für deinen Beitrag. Du bringst es herrlich erfrischend auf den Punkt: Entscheiden, weil JETZT entschieden sein will – weil JETZT Deadline oder vielleicht LIVE Line ist. Dem inneren Kompass folgend – dem Gefühl folgend: was fühlt sich wie an und dann TUN.
    Gewählt entschieden liebe Grüße Charlotte

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