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Erlebnisworkshop mit Playing Arts

 

Eigene Flugfliegen St. Märgenerfahrung

Am Rosenmontag stehe ich vor der wunderschönen Kirche von St. Märgen im Hochschwarzwald – Schnee – Sonne – ich habe Urlaub – als mein Handy klingelt.

Eine hörbar an Grippe erkrankte Kollegin fragt an, ob ich am Aschermittwoch einen Tagesworkshop übernehmen könnte. Die Ko-Referentin sei auch erkrankt. Es geht um einen Playing Arts Prozess. Das Thema: „fliegen“.
In mir fliegen die Gedanken: anderthalb Tage… ich bin nicht vorbereitet… ich habe kaum Zeit… auf der anderen Seite 16 Frauen, die sich auf eine Fortbildung gefreut haben – und fliege über meine Bedenken und – sage zu.

Abheben – Ideen pflücken aus der Schneeluft, Ideenflieger fliegen lassen, in Gedanken schon mal Material zusammen suchen. Notizen machen, Kaffee trinken, Kuchen genießen… es ist immer noch Urlaub.
Nach Hause fahren, Koffer hinstellen und einsammeln, was schon im Gedankenflug gesichtet wurde.
Taschen füllen mit zauberleichten Papieren, Federn, Muscheln, Klebeband, Stiften… Laptop und Beamer, auch Musik und eine Leiter.

Flying Arts

Der kommende Tag hat seine eigene Flugdynamik und trägt uns alle hoch hinaus und weit…. fliegen6

Es gibt eine hinreißend schöne Erfahrung mit 16 Playing Artists in der Flugschule. Erst zögerlich und dann mit vollem Einsatz haben sie ihre eigenen Flugerlebnisse:
„fliegen ist ein Kampf gegen die Schwerkraft/gemeinsam geht’s leichter/die Welt ist bunt“ – Worte aus dem Resonanztext der Gruppe.

Während der „flying-Atelier“ Zeit nimmt sich eine Teilnehmerin den Raum, einfach da zu sein, in einem der Kunstbücher zu stöbern und für sich zu sein. „Trotz all des Trubels um mich herum, konnte ich ganz bei mir sein..“  –  auch nichts tun ist fliegen.

 

fliegen 2Andere entwickeln viel Kreativität im Gestalten. Bei einer Teilnehmerin entsteht „zufällig“ etwas wie eine „Installation“. Überall zeigt sich „Schwarmintelligenz“. Das selbstbestimmte Gestalten der eigenen Flug-Spur macht sichtlich Freude und setzt einen großen Ideenreichtum frei.

Nebenbei ereignet sich das, was „ganz offiziell“ ein wichtiger Aspekt der Fortbildung sein sollte: Gruppenbildung. So miteinander zu gestalten, und es sich gegenseitig zu zeigen ist eine verbindende Erfahrung.

Die abschließende kleine Vernissage verlockt dann doch manch Eine noch zum Abheben.

 

 

 

 

Wie schmeckt Dir das, was Dich „ fliegen lässt“?

Jede Teilnehmerin hat einen Geschmack, ein Gewürz, Gemüse, Kräuter, Süßes oder Herzhaftes, auch Flüssiges mitgebracht. In Verbindung mit Pfannekuchen fliegt uns ein grandioses Menü zu:

1. Entree: Aperitivo Rosato, aufgefüllt mit Sekt, Eis und Minzblättern
2.Gang: Pfannkuchen mit Lachscréme
3.Gang: Pfannkuchen mit Käse und Rohkost dazu
4.Gang: Pfannkuchen mit warmem Gemüse
5.Nachspeise: Pfannkuchen mit warmen Sauerkirschen und Yoghurt

Zum Abheben lecker!

 

 

Was mich beflügelt hat

– trau Dich! Es geht mehr, als Du denkst. Und nur wer den Boden unter den Füßen loslassen kann, kann abheben und fliegen
– vertrau den Erfahrungen, die du buchstäblich in den Knochen hast. Nicht alles muss immer bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und vorbereitet sein.
– trau dem Prozess. Bring die Menschen miteinander ins Spiel, locke ihre Sehnsucht heraus, lass sie an Leichtigkeit und Freude nippen – und die schöpferischen Kräfte werden sich entfalten.
– Öffne den Raum. Es gibt einen „ésprit d’air“ – da liegt etwas in der Luft. Schnuppern, sich öffnen und los…

 

Und Du?

Was bringt Dich zum Fliegen?
Was lässt Dich leicht sein, beschwingt, voller Freude?
Was lässt Dich weit werden? Wann spürst Du die Luft unter den Flügeln?
Was öffnet Dich für schöpferische Ideen?
Wann hebst Du ab?
Und welchen Geschmack hat: „das lässt mich fliegen“ für Dich?

Ich freue mich, wenn du das Kommentarfeld nutzt, um Deine Erfahrungen mitzuteilen!

fliegen4

 

 

 

 

 

 

 

Und falls Du  –  ich meine, könnte ja sein  –  selber Apetitt bekommst auf eine solche Erfahrung…  herzliche Einladung zum Playing Arts Workshop nach Schmerlenbach!

Du findest alle wichtigen Informationen im Blogartikel „Das kommt nicht in die Tüte!“, oder auf der Internetseite des Tagungshauses Schmerlenbach. Anmeldung bitte direkt über das Bildungshaus.

Vielen Dank und beflügelnde Tage!

 

Bildnachweis: eigen

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Liebe Gabriele,

    ich kann mich deinem Artikel nur anschließen. Es muss ein tolles Gefühl gewesen sein, diese Dynamik zu erleben!
    Mich beflügelt es auch schon, wenn ich meine Kreativität alleine lebe. Aber es ist noch viel schöner, dieses Gefühl mit anderen zu teilen, sie vielleicht sogar dazu zu inspirieren, ihrer eigenen kreativen Energie mehr zu trauen…

    Lass uns fliegen 🙂
    Marie

    1. Liebe Marie,

      herzlichen Dank für Deine wunderbare Resonanz! Ich war ein paar Tage nicht hier unterwegs, lese es erst heute Abend.
      Und Du hast sooooo recht: alleine macht es schon viel Freude. Zu sehen, was durch die Anleitung bei Anderen geschieht und welche Kreativität sich entfalten kann, ist nochmal größer, überraschender, beglückend!
      Danke Dir.
      Ja, lass uns fliegen 🙂
      Gabriele

  2. Liebe Annegret,
    und sehr gerne!
    Dir danke für die Literaturhinweise. Denen gehe ich gerne nach, weil mich das Thema gepackt hat.

    Und Deine Beschreibung für „fliegen“ kann ich nur bestätigen. Wunderbar.

    Liebe Grüße
    Gabriele

  3. Liebe Gabriele,
    danke dir sehr, dass du so wunderbar für mich eingeflogen bist!
    Fliegen ist, wenn man darauf vertraut, dass die Idee trägt.

    Ich habe zuhause hustend diese Bücher gelesen: Fliegen lernen, wunderschön gezeichnet von Sebastian Menschenmoser: Ein Pinguin findet einen Weg zu fliegen. Und gleich zwei Kataloge über Gustav Mesmer, den Ikarus vom Lautertal: http://www.gustavmesmer.de

    Danke dir sehr für deinen Flugeinsatz und den Bericht!
    Viele Grüße
    Annegret

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