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Lebens-Zeichen

Lebens-Zeichen

Manchmal fühlt sich das Leben an wie dieses Haus:  

eine einzige Baustelle.

Ein Zugang ist aufgerissen und nur notdürftig mit Brettern vernagelt.

Die Zugänge zu den Zugängen fehlen.

Strukturen liegen offen.

Putz fehlt.

In den vergangenen Wochen hat sich meinem Leben so angefühlt. Dennoch ist meine Überzeugung: nichts geschieht ohne einen „wohl-irgendwie-tieferen-Sinn“ und jede Renovierungsarbeit hat ein Ziel, auch wenn es zuerst chaotisch aussieht.

So ist es mir ein Anliegen, meine Erfahrungen mit Ihnen/mit Euch zu teilen.  Ich hoffe, dass meine Erfahrungen für den Einen oder Anderen hilfreich, unterstützend oder gar ermutigend sein können.

Mit starker kreativer Energie kam ich Ende August aus Schottland zurück.Lismore   Dort war ich Teilnehmerin an zwei InterPlay-Workshops in Edinburgh. Zwischen den Workshops lag eine Reise zu den Inneren Hebriden an die Westküste, nach Lismore. (look here →)

Die inspirierende Welt Schottlands, wunderbare Gastgeber, eine international besetzte Gruppe (TN aus Amerika, England, Schottland, Australien, Finnland und Deutschland ) und die wunderbare Arbeit mit InterPlay haben Körper, Geist und Seele beschwingt, energetisiert und inspiriert.

Diese Erfahrung wäre in ihrer ganzen Fülle ausreichend gewesen, um bis zum Ende des Jahres durchbuchstabiert zu werden…..

Statt dessen  –  „das Leben geht schließlich weiter!“  –  habe ich im geplanten „Programm“ weiter gemacht: Infotexte für Projekte verfassen, die übliche Büroarbeit, der eigentlich geplante Urlaub und ein Malkurs…. natürlich – irgendwie alles zuviel.

Die Quittung kam umgehend. Zwei Tage nach dem sog. Urlaub bekam ich einen Hörsturz auf dem linken Ohr.

Plötzlich ist alles anders… die Welt ein wenig leiser… der Körper sehr müde…  und es gibt tägliche Cortison Infusionen.

ALLES stellt sich um und ein auf einen veränderten Rhythmus. Und:  „krank zu sein“  heißt dann auch erst mal RUHE  –  normalerweise jedenfalls. Doch sobald ich mich besser fühlte, na – dann kann ich doch auch wieder…. und fing an, kleine Unternehmungen zu planen… Wochenenden….   ….. bis ich genau an dem Tag, als ich mit der guten Nachricht, Ohren wie eine 15jährige zu haben, von der Nachuntersuchung beim HNO zurück kam  –   ZACK….  der Länge nach mich am Boden wieder fand.

Die wie immer langwierige Untersuchung in der Notaufnahme des ehemaligen städtischen KRH Offenbach ergab:

Fraktur am linken Außenknöchel.

ZACK  –  Gips.

ZACK  –  erstmal  8- 10 Wochen außer Gefecht.

Klar: Aufruhr – Rebellion – Resignation – alles….  –  und dann: es ist nicht zu ändern! Also was jetzt?

Worte wie:  „es annehmen“  –  „es ist, wie es ist“  und wie immer das heißen mag, sind zunächst leicht gesagt, wenn einem nichts fehlt. Das wissen wir im Grunde alle. Und das JA zu sagen in dieser Situation ist schwer, braucht Zeit und darf sie haben. Wenn es denn gesagt ist, kann sich die Energie verändern.

Dann kann sich der Blick richten auf das, was mir eine solche Zeit „bringen“ kann an: Erkenntnis, Erfahrungszuwachs, Wandlung.

HEUTE sehe ich meine derzeitige Situation so:  Ein Durchgang, eine PassageDigital StillCamera

Jede Passage will bewältigt werden. Ohne sie kann es keine weitere Entwicklung geben. Manchmal begebe ich mich bewusst in solche Durchgänge, ich habe ein Ziel, will etwas ent-decken.

Manchmal geschieht es vom Unbewussten her. Und auch hier will etwas ent-deckt werden.

 

Was habe ich entdeckt?

 

Offenbach 2 Offenbach!

In der Zeit meines Hörsturzes musste ich täglich in die Praxis des HNO nach Offenbach, eine Stadt, die ich wirklich nicht mag. Dann kommt frau täglich mit ihr, ihren Menschen, ihrem Ambiente in Berührung…. und langsam verändert sich etwas. Och ja, soooo schlimm ist es nun wieder auch nicht.Es gibt interessante Geschäfte und durchaus spannende „Ecken“.
Auf der Suche nach dem Platz mit dem wöchentlich Markt, entdecke ich plötzlich dies hier:

auch das ist Offenbach! Sehr erstaunlich.

 

„Wir hängen alle an einem Tropf“

Die Cortison Infusionen bekam ich in einem dafür reservierten Raum in der Praxis des HNO. Weiße kleine Sesselchen, der Ständer mit vier verschiedenen Hängevorrichtungen für die Infusionsflaschen. An einem meiner letzten Tage saß ich dort zusammen mit einer junge Frau. Sie von mir aus gesehen links, zwischen uns der Ständer, jede von uns mit einer Kanüle im Arm  –   so kamen wir ins Gespräch.

Sie war 17 (!) und hatte den Hörsturz aufgrund einer akuten Erkältung zunächst gar nicht als solchen erkannt. Ich erzählte ihr von meinen Erfahrungen und machte ihr Mut, nicht gleich in der Schule mit stressigen Tests und allem anderen weiter zu machen. Statt dessen lieber ein weiteres Schuljahr dran hängen  –  sie hatte noch Zeit genug.

Sie fragte nach meinem Beruf. Ich erzählte, dass ich katholische Theologin und Seelsorgerin sei. Wir sprachen über Glauben, Offenheit, Respekt vor anderen Glaubenshaltungen. Dann erzählte sie, dass sie Muslima sei.

„Wir werden alle allein geboren und sterben allein“  war ihr beeindruckender Satz, der mich begleitet hat. Zusammen mit dem Bild:  eine katholische Seelsorgerin und eine Muslima  –   verbunden durch den Ständer mit den Infusionsflaschen. Wir bekommen dieselbe Medizin durch verschiedene Zugänge…

 

Meine kreative Kraft im Umgang mit alltäglichen Herausforderungen.

Nur auf einem Fuß durch die Welt zu gehen, bringt sehr eigene Herausforderungen im Alltag mit sich. Ob es dann der Schreibtischstuhl ist, der hilft, den langen Gang entlang zu rollen… die Organisation im Badezimmer…. oder wie ich doch am PC arbeiten kann…. kreative Phantasie ist gefragt, und es ist jedesmal ein kleiner Erfolg, wenn das gelingt.

 

Mein wichtigstes Thema: UPGRADE YOUR SELF!!

Meine sehr geschätzte Coach Monika Birkner hat immer, wirklich immer die Nase im Wind dessen, „was-gerade-dran-ist“. Ihr neuer HOT-SPOT ist: das Selbst-Bild.

Hast Du Dir schon mal Zeit genommen, dich zu fragen:

wie ist mein derzeitiges Selbst-Bild?

Entspricht es dem, wie ich mich tatsächlich entwickelt habe, oder hinkt es erheblich hinterher?

Steckt es fest, in vergangenen Erfahrungen und ist mir eher ein Klotz am Bein?

Welche Bilder von mir selber darf ich getrost verabschieden?

Und in welches Bild hinein möchte ich mich entwickeln??

Lies dazu auch im Blog von Monika Birkner von ihrem  Upgrade- Projekt!

Ich kann aus der Erfahrung meiner ersten Schritte in diese Richtung voller Überzeugung sagen: das ist eine ziemlich große Wundertüte!!!  🙂 Das ist eine ganze Welt für sich voller wunderbarer, großartiger Überraschungen. Und das Beste daran:

ICH habe JETZT die Zeit, diese Wundertüte nach und nach zu entdecken, auszupacken und in meinem Leben zu verankern.

Ist das nicht wunder-voll??!!

Damit möchte ich es für heute einmal belassen. Und ich kann nur sagen: mir geht es gut. Ich bin auf einer spannenden Reise. Welches Ufer sich eines Tages eröffnen wird, und welche Entdeckungen dann dort zu machen sind ….   das ist die Geschichte zukünftiger Tage. Beginnen tut sie heute!

Enden möchte ich mit dem Satz, der mir heute morgen beim Wach-werden durch den Sinn ging. Was wäre denn, wenn ich sagte und es lebte:

Das ganze Leben ist ein Fest. Lasst es uns feiern!!

Eine gute Zeit, bereichernde Entdeckungen und förderliche Begegnungen wünscht EuchPerformance my way 070

Gabriele Henriette Panning                                                                                                                                      Coming soon:

 

 

 

 

Bildnachweis: alle Fotografien eigen

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Liebe Frau Panning,

    danke für diesen wundervollen Text – diese Innenansichten und Assoziationen – ich bin froh, mir eben die Zeit genommen zu haben, ihn zu lesen.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute auf diesem Weg, den frau offensichtlich auch mit einem Gips-Bein gehen kann 🙂

    Ihre
    Astrid Meyer

    1. Ganz herzlichen Dank, liebe Astrid Meyer,
      ich bin selber dankbar, dass dieser Text und das, was dahinter steht, so zu mir gekommen ist.
      Am Anfang war ich mir nicht so ganz sicher, wohin das führen wird. Mittlerweile merke ich, mit Inner Circle und 40 Tage Transformation Prozess – das war wohl das Beste, was mir am Ende dieses Jahres passieren konnte.
      Ich bin sehr intensiv in der Entwicklung meiner ja noch „jungen“ Selbstständigkeit und die Ideen und auch Begegnung fließen.

  2. Liebe Gabriele,

    ein wunderschöner Artikel, der viel Mut macht. Ja, diese Baustellen, Übergänge und Durchgänge kenne ich auch sehr gut. Bei jedem neuen Projekt und vor allem jeder größeren Wachstumsphase. Alles braucht seine Zeit, auch wenn ich es nicht immer so sehen will und mir oft schon den nächsten Schritt wünsche bzw. angekommen zu sein. Nimm dir die Zeit, die du brauchst und genieße es.
    Herzliche Grüße
    Françoise

    1. Liebe Francoise,
      langsam beginnt „das Genießen“, obwohl ich auch sehr viel arbeite.
      Mit der Unterstützung von Inner Circle und 40 Tage UPgrading gibt es viele wertvolle Impulse und gute Energien.
      Mittlerweile stehe ich auch schon wieder auf zwei Füßen, habe Physiotherapie und es geht bergauf!!
      Du hast wundervolle Projekte in Planung – für den 05. Dezember bin ich ein wenig am Überlegen….

      Auf bald mal – liebe Grüße
      Gabriele

      P.S. keine Ahnung, weshalb Dein Kommentar unter meinem Namen hier steht??? Technik!

  3. Liebe Frau Panning,

    was für ein besonderer, tiefer, lebensbejahender Artikel. Er hat mich sehr berührt. Und ich kann Ihnen nur gratulieren zu dieser mutigen Sichtweise. Dazu fällt mir ein Spruch ein, den ich gerade heute auf Facebook geteilt habe: „Die Kunst zu leben, besteht darin, zu lernen, im Regen zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten.“ Sie tanzen im Regen – auch mit Gips.

    Herzliche Grüße

    Angelika Heinrich

    1. Ganz herzlichen Dank, liebe Frau Heinrich,
      für diese wunderbare Resonanz!!!

      Was für ein schönes Bild: „im Regen tanzen“. Habe ich realiter wohl noch nie getan – und Sie haben recht, im Augenblick tue ich es wohl. Dazu kommt mir auch noch ein Gedanke, der neulich schon mal auftauchte, als ich sagte, dass es mit „tanzen“ im Augenblick ja wohl nichts sei….. Eigentlich dumm, dachte ich, warum nicht auch im Sitzen oder bei eingeschränkter Bewegung.
      Die Menschen von Interplay gehen sogar gezielt zu Behinderten. Tanzen geht in jeder Lebenslage – das ist wunderbar!!!
      Schön, dass Sie mich erinnert haben!

      Herzliche Grüße

      Gabriele H. Panning

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