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Pfingst-Novene
1. Die Sprache der Liebe lernen – Zusammen Bleiben
2. Die Sprache der Liebe lernen – Heilsames Erinnern
3. Die Sprache der Liebe lernen – inne halten, still werden
4. Die Sprache der Liebe lernen – Vergebung spüren und leben
5. Die Sprache der Liebe lernen – Hier bist Du.
6. Die Sprache der Liebe lernen – Sich Erden
7. Die Sprache der Liebe lernen – für EUCH – für dich – für alle
8. Die Sprache der Liebe lernen – für euch – für DICH – für alle
9. Die Sprache der Liebe lernen – für euch – für dich – für ALLE

Tag vier des Übungsweges auf das Fest der Liebe zu  –   Pfingsten

Hier kannst Du den Text als Audio anhören:

 

Der Schatten in mir

Inne halten und still werden  –  die Übungsaufgabe des gestrigen Tages  –  das ist für sehr viele ein gefährliches Unterfangen. Es könnte ja geschehen, dass ich da unversehens in Regionen vorstoße, die ich so eigentlich gar nicht wahrhaben möchte.
Es könnte geschehen, dass ich meinen eigenen Schatten begegne und sie mich zumindest hilflos machen. Doch die Befürchtung geht ja weiter  –  sie könnten mich überwältigen. Ich könnte von den eigenen dunklen Seiten so „angefasst“ werden, dass ich mich ausgeliefert und schlimmstenfalls sogar wertlos fühle.
An dem Punkt beginnt die Angst vor der Angst und ich lasse die Tür in den inneren Raum geschlossen.

Im Obergemach

Auch im Obergemach begegnen die Freunde Jesu sich selber.
Ohne diese Begegnung mit sich selber kann es keinen Fortschritt geben. Und das heißt zunächst mal, erkennen und zulassen, dass es immer  –  immer bei mir beginnt.
Ihr Freund, Jesus selber hatte ja so gehandelt…  bevor irgendetwas im Außen geschehen konnte, lässt er sich die Taufe der Umkehr vom Täufer Johannes spenden… stellt sich damit in eine Reihe mit allen anderen Menschen. Daraufhin lässt er sich in die Wüste führen. 40 Tage ist er einfach weg  –  hält sich selber und seinen Gott aus  –  und wird in der Tiefe mit allem konfrontiert, was die Macht haben kann, das Leben zu blockieren:
die Ausnutzung der eigenen Fähigkeiten, um sich selber zu bereichern   –  Geltungsbedürfnis  –  Machtansprüche   –  Selbstdarstellung…  alles rundum tief unerlöste Möglichkeiten des Lebens.
ER hält sie aus und ER hält sie hin  –  seinem Abba hin. ER legt sie vor ihm ab. Und ER fühlt das:
ich bin so gesehen, in einer so unaussprechlichen Tiefe geliebt, so bedingungslos angenommen… dass ich all dies einfach nicht brauche.

Hier geschieht Vergebung. Das will durchfühlt und tief im Inneren durchlebt werden.

In diesem Moment „dienen“ Jesus die Engel und die Tiere sind bei ihm  –  alle Kräfte des Geistes und der menschlichen Natur stehen ihm jetzt zur Verfügung. JETZT ist der Augenblick, aufzubrechen und Mitgeher und Mitgeherinnen zu suchen für diesen Weg mit dem Unterwegs-Gott.

Vergebung erfahren, erleben, durchfühlen-  sozusagen auf der Straße. Immer noch bis heute eine bleibende Herausforderung. 

 Dritter Schritt auf unserem Übungsweg

Nichts weniger als das: Vergib Dir selber!

Trau Dich Deine Schatten anzuschauen, das was Dein Leben blockiert, was Dich wütend oder depressiv macht, das worüber du dich schämst, das was dir schon seit Jahren auf der Seele liegt.

Schau es einfach an  –  halt es aus  –  und halt es hin  –  dankbar, wertschätzend und dann  –  leg es ab.
Leg es einfach ab.
Im Vertrauen.
Du brauchst das nicht mehr.
Und dann beobachte, was geschieht.

ATME

BLEIBE

VERTRAUE

 

 

 

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