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Pfingst-Novene
1. Die Sprache der Liebe lernen – Zusammen Bleiben
2. Die Sprache der Liebe lernen – Heilsames Erinnern
3. Die Sprache der Liebe lernen – inne halten, still werden
4. Die Sprache der Liebe lernen – Vergebung spüren und leben
5. Die Sprache der Liebe lernen – Hier bist Du.
6. Die Sprache der Liebe lernen – Sich Erden
7. Die Sprache der Liebe lernen – für EUCH – für dich – für alle
8. Die Sprache der Liebe lernen – für euch – für DICH – für alle
9. Die Sprache der Liebe lernen – für euch – für dich – für ALLE

Tag eins des Übungsweges auf das Fest der Liebe zu  –  Pfingsten

 

Hier kannst Du den Text als Audio anhören:

 

Christi Himmelfahrt  –  Vatertag  –  und…….

In der christlichen Tradition haben wir in den Wochen nach dem Osterfest am gestrigen Donnerstag das Fest Christi Himmelfahrt gefeiert.

Heute – völlig klar: Vatertag! Auszeit für Männer, mal raus mit der ganzen Freundestruppe mit Bollerwagen und Bier…
oder mit Fahrrad, Familie und Grillfest… aber irgendwie „raus“.

„Raus“ gehen auch die Freunde Jesu – die immer noch – mehr ungläubig als gläubig – staunen, stottern, hingucken und oft doch nicht erkennen…. dieses so andere, neue Leben über die Erstarrung im Tod raus.
Viele Tage lang war genau das, oder besser: genau DER ihnen immer wieder begegnet  –  der brutal zu Tode Gebrachte, der vom Kreuz, der aus dem Felsengrab  –  der, von dem die Frauen enthusiastisch, mit glühenden Gesichtern erzählten: ER LEBT…. allen voran Maria Magdalena.
Und jetzt – wieder eine dieser Begegnungen und diesmal nimmt er sie mit raus, dahin, wo sie früher schon öfter waren: auf den Berg nahe der Stadt Jerusalem. Ah ja – das ist bekannt. Und doch – da ist etwas anders.

ER spricht von Abschied.
Ja wieso das denn??
Nun war ER doch grade mal wieder da.. alles hätte doch jetzt werden können wie früher, nur intensiver, dichter und ungefährdeter. Denn die Schwelle des Todes war ja schon überwunden.
Abschied? Jetzt?
ER spricht von dem „Ort“, an den ER geht, vom Zuhause an DEM Lebens“ort“ – bei seinem Vater. Von diesem „Ort“ aus will ER bleiben.. erreichbar bleiben.. ansprechbar bleiben.. nahe bleiben.
Aus der FERNE?

Und dann kommt das, was wir aus den Kunstdarstellungen unterschiedlicher Epochen alle schon mal irgendwie, irgendwo gesehen haben:
da entschwebt eine Gestalt in den Himmel, da kommen Wolken – manche sprechen auch schonmal von Engeln – manchmal sieht man nur noch die Füße.

Da hat sich einer aus dem Staub gemacht?!
Der lässt uns einfach hier zurück. Wie jetzt?
„Und schon langsam wird dir klar, dass nix mehr iss wie’s war….“ (Andreas Gabalier, Einmal sehn wir uns wieder)

Angel’s speech:
„Ihr Männer, … was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? – DER wird wieder kommen!“
Und ungesagt (bzw. einfach nicht aufgeschrieben):
„Ihr aber geht, jetzt, lernt die Sprache SEINER Liebe!“

Sie gehen weg vom Berg, weg von der verlorenen Nähe und sammeln sich in dem Raum, in dem ER ihnen seine Mitgift anvertraut hatte, an jenem so aus der Zeit gefallenen Abend:
nur Brot und Wein in der Nähe der Gemeinschaft – das BIN ICH FÜR EUCH. IMMER.
Und dort bleiben sie, ab heute 9 Tage.

Neun Tage – ein sehr altes Zeitmaß für eine Zeit der Vergewisserung und Neuausrichtung.
Neun Tage hielt man Wache für einen Toten, um sich selber dieser veränderten Lebenssituation zu vergewissern und sich neu auszurichten.
Zwischen dem Weggehen Jesu aus der Dimension des irdischen Lebens bis hin zu jenem Fest, das wir Pfingsten nennen – sind es neun Tage.
Vergewisserung. Ausrichtung.

Also jetzt dahin – an den Ort des letzten Abendmahls.
Zufluchtsort. Lernort.
Die elf Freunde sind da – der eine, der ihn verraten hatte, hatte sich ja umgebracht (lieber sterben als sich doch noch vergeben lassen??) – und die Frauen sind da: Maria, seine Mutter, Maria von Magdala, Maria, Mutter vom Jakobus und Salome und sicher noch ein paar und sogar Verwandte.

Erster Schritt auf unserem Übungsweg: zusammen bleiben.

Easy? Oder nicht?

Wenn wir zusammen bleiben, lernen wir uns aushalten in den vielen kleinen, schrägen Attitüden, die sich im Leben so ausprägen
Wenn wir zusammen bleiben, lernen wir Geduld
Wenn wir zusammen bleiben, lernen wir aber auch die Kraft des Zusammen-seins tiefer erfahren
Wenn wir zusammen bleiben entsteht Wärme
Wenn wir zusammen bleiben wird die Angst weniger
Wenn wir zusammen bleiben entsteht Verbundenheit

?
  Mit wem bist Du jetzt zusammen
  Hälst Du es aus
  Kannst Du den mehrWERT spüren
  Überhaupt: Spürst Du
                                        ?

ATME
BLEIBE
VERTRAUE

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