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Chronik. Löschen. Alles.

Ich verliere den Zugriff auf meinen Account.

Über eine ziemlich lange Zeit hatte ich keinen Zugriff auf meinen Google+ Account. Was passiert war?

Das Profil einer befreundeten Kollegin aus Amerika hatte sich über mStick Figure Series Blueein Profil gelegt.

Ich kenne sie und ihre Mail … dumm nur dass mein Passwort nun für meinen Account nicht mehr passte.
Ich konnte auf mein eigenes Profil nicht mehr zugreifen.

Mein eigenes Profil….

… das, was mich ausmacht. Meine Wünsche, Einstellungen, Haltungen, Charaktereigenschaften, Menschen, mit denen ich mich umgebe.
Manchmal passiert es im Leben, dass sich zunächst unbemerkt irgendetwas Anderes über mein Profil legt. Ich nehme die Einstellung anderer Menschen an; ich übernehme Gesten, Worte, Aussagen von anderen, weil ich glaube, dass ich damit besser ankomme.

Ich erfülle (unbewusst) die Wünsche anderer Menschen, um beliebt, bekannt, vielleicht sogar erfolgreich zu sein… denke ich.
Und irgendwann ist mein Profil, meine Kennmarke überlagert durch all das, was ich im Grunde nicht brauche und was ich nicht bin.
Ich habe den Zugriff auf mich selber verloren.

Jetzt erst das … und dann…

Zu dem Zeitpunkt, als ich bemerkte, dass sich ein anderes Profil über meines gelegt hatte, schienen gerade andere Dinge ziemlich wichtig zu sein. Und so schob ich die Lösung des überlagerten Profiles auf … und schob es auf … es dauerte schlappe 8 (ausgeschrieben: acht!) Monate, bis ich mich endlich aufraffte, mir meinen Account zurück zu erobern.
Anderes „schien“ wichtiger… also ließ ich das Thema liegen.
Hätte ich das Problem gleich angepackt, wäre der Lösungsweg mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einiges kürzer gewesen… ich hätte mich schneller an die Ausgangssituation erinnert und möglicherweise wäre sogar eine noch einfachere Lösung möglich gewesen.

Stick Figure Series BlueSo aber schleppe ich das „Problem“ mit. Wie im richtigen Leben!
Manchmal erkenne ich ja sogar, dass ich im Grunde nicht mehr bei mir selber bin.
Und jetzt – und ernsthaft etwas zu verändern… oft lasse ich mich durch die scheinbar wichtigen Dinge meines Alltages davon wieder abbringen.

Erste Hilfe: Liebevoll mit mir selber sein

Wenn ich wieder mal bemerke, dass ich Dinge vor mir her geschoben habe … bloß nicht auch noch selber beschimpfen. Das macht gar nichts besser.
Im Gegenteil! Es ist einer der schlimmsten Energieräuber. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede!!

Stattdessen als erste Hilfe aufrichtig liebevoll mit mir selber umgehen, vielleicht über mich selber schmunzeln oder sogar lachen.

Eine hilfreiche Verankerung auf der Körperebene:
Leg die rechte Hand auf die linke Schulter und sprich zu Dir: „ich liebe mich, auch wenn ich mal wieder was vor mir her geschoben habe“
Und bitte: fühle, was Du sagst!
Selbstliebe heilt und gibt neue Energie. Dann nutze die frei gewordene Energie und pack Dein Thema an.

Wie bekomme ich bloß mein eigenes Profil zurück?

Eine weitere spannende Erfahrung: versuch mal bezüglich einer Frage mit Deinem Google+ Konto den Support von Google direkt zu erreichen…. ein Abenteuer, das starke Nerven braucht!
Als ich mich endlich durch sämtliche Ansagen: „… dann wählen sie die Nummer xx“ durchgepeilt hatte, war mir eine wirklich freundliche Google-Mitarbeiterin behilflich – trotz fachfremden Tätigkeitsbereiches – überhaupt erstmal zu verstehen, was passiert war. Ein aufrichtiges „Hoch“ auf verständnisvolles Servicepersonal!

Meine amerikanische Kollegin hatte während ihrer Zeit bei mir Google+ für ihren Mailcheck genutzt und sich schlichtweg nicht richtig ausgeloggt. So hatte sich ihr Google Zugang über meinen gelegt.
Wie bekomme ich jetzt meine Google-Identität zurück???
Einige Beratungen später, kam die schlichte Antwort: gehe im Menü des Browsers auf „Chronik“, dann „löschen“ und zwar „alles“. Trotz einiger Bedenken wagte ich es.

Drei Klicks später … tattaaaaaaa! hatte ich meine eigene Google Identität zurück!Stick Figure Series Blue

Körper-Chronik

Nicht nur unser Browser hat eine Chronik, in der alles gespeichert wird, was wir auf dem PC tun. Unser Körper hat seine eigene „Chronik“.
Weißt Du, dass alle Erinnerungen in den Knochen gespeichert werden?! Genau, nicht in erster Linie im Gehirn, sondern in den Knochen. Nicht umsonst sagen wir: „Das sitzt mir in den Knochen!“.
Es ist sozusagen eine „verkörperte“ Chronik.
Deshalb gibt es auch die Möglichkeit, manches über den Körper zu lösen.

Eine absolut einfache und wohltuende Weise ist: schütteln. Alles raus-schütteln.
Beginne mit einem Arm. Dann nimm den Anderen. Ebenso bei den Beinen. Dann schüttle den Po aus, den gesamten Rücken, die Schulterpartie und wenn Du magst auch die Stimme. Dann schüttle den Körper von den Füßen her durch so sanft oder heftig, wie Du magst.
Vielleicht suchst Du Dir eine passende Musik und machst einen Schütteltanz.

Die Chronik meines Lebens…

… ist gefüllt mit vielen, vielen Erinnerungen, Erfahrungen, Erlebnissen. Nicht alles fördert mein Leben heute, was ich da so mit mir herum trage.
Wie ich vorhin schon beschrieben habe, können sich durchaus fremde Profile über mein Eigenes lagern. Ich übernehme manche Dinge, die gar nicht zu mir gehören.
Wenn ich durch Entwicklungen in meinem Leben darauf aufmerksam werde, wenn ich langsam ahne, dass dieses oder jenes gar nicht zu mir gehört…. Was tun?

Löschen. Alles.

Wiederum liebevoll! – schau Dir an, was da in Deiner Chronik alles aufgehoben wird. Wenn Du magst, schreib es auf, oder male etwas dazu.
Bejahe es. Danke ihm.
Zu seiner Zeit hatte es durchaus eine Berechtigung und es hat Dir wahrscheinlich wichtige Erfahrungen geschenkt.
Dann wähle innerlich den Button „löschen“. Lass es gehen.
Übergib es dem Universum oder der göttlichen Barmherzigkeit – je nachdem was Dich anspricht.

„Alles“ löschen heißt ja nicht, dass ich bestimmte Bereiche komplett lösche… auch der Browser löscht lediglich das, was er nicht mehr braucht.
Das, was Dein ureigenes Profil verstellt, was nicht zu Dir gehört oder was Du aufgrund Deiner Entwicklung nicht mehr brauchst – das darf gelöscht – gereinigt, geklärt werden.
Das heißt Ballast abwerfen, sortieren, klären, reinigen und neu ausrichten.

Das geht vom Aufräumen im Außen – Zimmer, Schränke, Ablagen, lange Aufbewahrtes …
über das Aufräumen im Innen – Heilfasten oder einfaches Fasten, gute Ernährung mit frischen Nahrungsmitteln …
zum Aufräumen in den Räumen meiner Seele durch alles, was gut tut. Ganz besonders wichtig: Zeiten der Stille.Stick Figure Series Blue

Stille-Zeiten

Nimm Dir bewusst am Tage eine Zeit, wo Du für niemanden erreichbar bist und einfach „nichts tust“. Sei nur für Dich da.

Oder: am Tagesanfang gönne Dir 10 Minuten Zeit, vielleicht mit einer guten Tasse Kaffee oder Tee. Sei einfach da und hör zu Dir hin.

Oder praktiziere eine Meditationsart, die Dir gut tut.

Ich wünsche Dir viel Mut und vor allem Freude dabei, ganz mit Dir und bei Dir selber zu sein.
Genieße Dich!

 

Bildnachweis: alle Bilder –  fotolia.com  –  Stick Figure Series Blue, © schinsilord

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