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Segel Setzen  – Anker Lichten –  Los Fahren

Im letzten Blogartikel habe ich zu dem Neujahrs-Thema

Auf zu neuen Ufern

anhand der entstandenen Ikebana-Arrangements einen Überblick über die Inhalte gegeben, die alle damit verbunden sind.
Heute nun geht es darum, was denn da geschieht, wenn „der Ruf zu den neuen Ufern“ mich erreicht.

Auf zu neuen Ufern!

Es ist wie bei einem Schiff, das die Segel setzt, um mit dem auffrischenden Wind hinaus zu segeln auf das weite Meer, neuen Ufern, neuen Erfahrungen, Entdeckungen, Begegnungen entgegen.
Es mag sein, dass diese Lebensbewegung des neuen Aufbruchs nach einer längeren Zeit des Stillstandes oder des Ausruhens als Hoffnung, als belebendes Element erleichtert begrüßt wird.
Es mag aber auch sein, dass ein unerwartetes Ereignis einen solchen Aufbruch erzwingt. Dazu gehören alle möglichen Formen von Verlust: der Abbruch einer wichtigen Freundschaft; ein Abschied aus einer vertrauten Gruppe; das Verlassen eines gewohnten Arbeitsplatzes; ein notwendiger Wohnortswechsel; das Zerbrechen einer auf Dauer eingegangenen Partnerschaft; eine tief greifende Erkrankung oder der Tod eines lieben Menschen.
Je nach den Umständen wird mir der Aufbruch schwerer oder leichter fallen.
Doch wie auch immer, der Aufbruch hat einiges „in sich“, was oft erst länger nach dem eigentlichen Tun richtig wahr genommen wird.

Aufbrechen..

…wenn ich im Bild des Schiffes bleibe, heißt: die Segel setzen. D.h. es braucht eine innere Bereitschaft, die auch wachsen kann, um den „Wind“ des Vorankommens auch annehmen und umsetzen zu können. Es erfordert aktiv das Lichten des Ankers und das Verlassen des „alten“ Ufers, bzw. des schützenden Hafens.
Wo ankert mein Schiff?
Worin bin ich verankert?
Spüre ich den Wind des Aufbruchs?
Bin ich bereit, meine Segel zu setzen, um hinaus zu fahren?
Finde ich die Kraft, meinen Anker zu lichten?
Habe ich den Mut, Altes und scheinbar Schützendes zu verlassen?
Hat mir ein „Sturm“ schon die Arbeit abgenommen und ich finde mich unvermittelt und möglicherweise gegen meinen Willen auf hoher See?

Los lassen

Beim Aufbrechen lasse ich das alte Ufer – wohl Bekanntes, Vertrautes, Menschen, Erfahrungen, Begegnungen – zurück. Sie sind jetzt ein Teil meiner Geschichte, sie machen mich aus. Und doch ist es notwendig, sie los und auch zurück zu lassen, damit Freiraum für das Neue entsteht.
Ich lasse aber auch innere Entwicklungen los, vielleicht etwas, das ich schon sehr lange im „Gepäck“ habe… Verletzungen, Glaubenssätze, Gewohnheiten, die mir jetzt nicht mehr weiter helfen.
Kann ich los lassen?
Kann ich mir und anderen vergeben?
Finde ich die Kraft, mich von Altem, das mir scheinbare Sicherheit gibt, zu lösen?

Unsicherheit aushalten

Aufbrechen, los lassen, Anker lichten und den Wind in die Segel pusten lassen bedeutet auch Unsicherheit:
Wo geht es hin?
Wird die Fahrt gelingen?
Werde ich sicher ankommen?
Was wird mir begegnen?

Unsicherheit aushalten gehört mit zu den schwierigen Herausforderungen unseres Lebens. Da ist es hilfreich, auf meinem Lebensboot gute Begleiter zu haben oder kleine „Erinnerungsanker“: das hast du schon mal geschafft! Dabei hat dir diese oder jene Eigenschaft geholfen…

Eine ganz wesentliche Stütze kann der Glaube sein: ich weiß, dass ich behütet, geführt und gut begleitet bin. Die große Lebenskraft wird mich beschützen. Hilfreiche Kräfte, wie z.B. Engel stehen mir zur Seite. Vertrauen in meine eigenen Kräfte und Vertrauen in das Leben sind große Stützen!
Gibt es Erfahrungen, die mein Vertrauen stärken?
Woraus schöpft mein Glaube?
Darf ich mich gehalten wissen?

Lebenskraft Hoffnung

Nicht zuletzt kann „Auf zu neuen Uferrn“ dann auch eine große Hoffnung und Vor-Freude auslösen.
Da kommt Neues auf mich zu!
Wenn ich einmal die besorgniserregende Unsicherheit überwunden habe, das Vertraut lieb-Gewonnene los lassen konnte und mich nach vorne ausrichte, kann es sein, dass plötzlich Freude, neue Lebendigkeit aufbrechen und eine Lust am Leben in ganz neuer Qualität.
Das zieht mich. Das ist eine treibende Kraft. Hier gibt es gestalterische Kräfte, die nach vorne ausgerichtet sind.
Und wir leben unser Leben nun mal immer nach vorne.

Ich wünsche viele gute Kräfte für einen kraftvollen, mutigen, lebendigen Aufbruch!

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